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Biodiversität


Der Bereich „Biodiversität“ am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) befasst sich mit Fragen der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften.

Dies betrifft einmal die bearbeiteten Nutzflächen – also die Äcker – sowie die angrenzenden Lebensräume in Form von punktuellen, linearen und kleinflächigen Begleitbiotopen. Wie wichtig die Verzahnung von Nutzflächen und Begleitbiotopen ist, lässt sich am Beispiel einer der Hauptarbeitsschwerpunkte der Agrobiodiversität veranschaulichen: ca. 85 % aller Nutz- und Wildpflanzenarten sind auf die Bestäubung durch Tiere angewiesen. Es ist daher von großem Interesse, wie man die Lebensbedingungen für die Blütenbestäuber optimal gestalten kann. Entscheidend ist, dass über die gesamte Vegetationsperiode hinweg eine adäquate Nahrungsgrundlage zur Verfügung steht. Dies gilt gleichermaßen bezüglich Qualität, Menge sowie der räumlichen Erreichbarkeit. Das alleine reicht aber nicht aus, da beispielsweise die meisten Wildbienenarten, die als Spezialisten unter den Bestäubern unersetzlich sind, bei der Habitatsuche auf offene Bodenstellen (etwa Böschungen) oder auf Totholz angewiesen sind. Beides findet sich aufgrund der Bearbeitungsmaßnahmen i.d.R. nur in Bereichen außerhalb der Nutzflächen.

Zur agrarökologischen Aufwertung von Äckern werden beim LTZ schwerpunktmäßig folgende Themenfelder bearbeitet:

  • Entwicklung von Blühmischungen, die sowohl den Ansprüchen von Blütenbestäubern gerecht werden, als auch pflanzenbaulichen und betrieblichen Belangen Rechnung tragen.
  • Versuche zum Zwischenfruchtanbau
  • Verfahren des Ökolandbaus
  • Anbauvielfalt bei Kulturpflanzen (etwa Wiederentdeckung und Anbau historischer Sorten; Alternativen zu Mais in der Biogaserzeugung)

Die Tätigkeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Praxis, den Fachbereichen der Landwirtschaftsverwaltung, den entsprechenden Fachverbänden (v.a. Imkerei, Landwirtschaft, Naturschutz) und ausgewählten Forschungseinrichtungen (etwa Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim; Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising).

Weitere grundlegende Aufgaben der Sicherung  der Biodiversität in Agrarlandschaften sind in den entsprechenden Fachgesetzen und in Rechtsverordnungen festgelegt.

Merkblatt und Artikel in der Landinfo

Weitere Literatur

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