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Greening und FAKT


Im Zuge der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2014 (Umsetzung ab Gemeinsamer Antrag 2015) wird die GAP weiter ökologisiert. Nach dem Grundsatz „Öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen“ wird die Einhaltung sogenannter „Greening-Maßnahmen“ mit Zahlung einer Ökologisierungs- bzw. Greeningprämie in Höhe von ca. 30% der Direktzahlungen entlohnt.

Das Greening umfasst folgende Maßnahmen:

  • Anbaudiversifizierung, das heißt Anbau verschiedener Kulturpflanzenarten auf einem Betrieb, um Monokulturen entgegenzuwirken und die Bodengesundheit zu erhalten. Landwirtschaftliche Betriebe mit mehr als 10 ha Ackerfläche müssen mindestens zwei verschiedene Fruchtarten und bei einer Ackerfläche von mehr als 30 ha drei verschiedene Fruchtarten anbauen.
  • Erhalt von Dauergrünland: Grünland ist ein wichtiger CO2-Speicher. Beim Grünland- umbruch wird Kohlenstoff in die Atmosphäre freigesetzt. Daher wird künftig europaweit die Umwandlung von Grünlandflächen in eine andere Nutzung nur unter engen Vorgaben zulässig sein. Hinzu kommt ein grundsätzliches Umbruchverbot für umweltsensible Gebiete (zum Beispiel Naturschutzflächen, FFH-Gebiete, Vogelschutzgebiete).
  • Erbringung von Ökologischen Vorrangflächen: Alle Betriebe, die mehr als 15 ha Ackerfläche bewirtschaften, müssen 5 % ihrer Ackerfläche als Ökologische Vorrangfläche bereitstellen. Hier handelt es sich um Flächen, die mit Blick auf Naturschutz und Biodiversität besonders wertvoll sind, wie zum Beispiel Hecken, Brachen, Zwischenfrüchte oder der Anbau von bestimmten Eiweißpflanzen.

Ökolandbaubetriebe haben diesbezüglich keine gesonderten Verpflichtungen zu erfüllen ("grün per se"). Sie sind künftig als besonders umwelt- und ressourcenschonende Anbauform anerkannt.

Für die anderen Betriebe gilt: Nicht erfüllte Greening-Anforderungen führen zu deutlichen Abzügen bei den Direktzahlungen.


Auf Landesebene baut in Baden-Württemberg das neue Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) zum Teil auf das bisherige MEKA auf und entwickelt es weiter, v.a. mit starker Ausrichtung auf Umwelt- und Klimaschutz sowie Tierwohl.

Mit dem neuen FAKT-Programm (rund 40 Einzelmaßnahmen, Stand November 2014) stehen dem Landwirt eine Vielzahl von Maßnahmen in den Bereichen

Umweltbewusstes Betriebsmanagement
B      Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft und besonders geschützter Lebensräume im Grünland
C Sicherung besonders landschaftspflegender gefährdeter Nutzungen und Tierrassen
D Ökologischer Landbau/Verzicht auf chem.-synth. Pflanzenschutz- und Düngemittel im Betrieb
E Umweltschonende Pflanzenerzeugung und Anwendung biologischer/biotechnischer Maßnahmen
F Freiwillige Maßnahmen zum Gewässer- und Erosionsschutz
G Besonders tiergerechte Haltungsverfahren

zur Auswahl.

Informationen zu Greening im Rahmen der GAP

Informationen zu FAKT

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