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Pflanzengesundheit


Der Arbeitsbereich Pflanzengesundheit hat die Aufgabe zu gewährleisten, dass nur solche Pflanzen oder pflanzliche Erzeugnisse in den internationalen Handel gelangen, die bestimmten Gesundheitsanforderungen genügen. Damit soll verhindert werden, dass Schadorganismen in die Europäische Union (EU) gelangen oder aus der EU in andere Länder verschleppt werden. Daher werden nicht nur Import- und Transportvorgänge kontrolliert, sondern auch heimische Betriebe und deren Pflanzenbestände sowie Standorte in der Natur oder im öffentlichen Grün. Auch Reisende können durch ihre Mitbringsel aus fernen Ländern Pflanzenkrankheiten einschleppen. Ein weiterer Baustein ist die Kontrolle des Verpackungsholzes, das im internationalen Warenverkehr benutzt wird. Denn hier besteht das Risiko, dass Forstschadorganismen verschleppt werden.

Die Kontrollen vor Ort, die Registrierung von Betrieben und die Durchführung von Monitorings laufen im Wesentlichen an den Regierungspräsidien ab. Das LTZ gibt dabei fachliche Unterstützung. Wir bereiten Informationen zwischen Baden-Württemberg und der EU, dem Bund und anderen Bundesländern auf und leiten sie weiter. Außerdem führen wir Fortbildungen durch und stehen mit unserem Sachverstand für Merkblätter, Notfallpläne oder für Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen zur Verfügung.

Um die Verbreitung von Pflanzenkrankheiten durch Anbaumaterial zu reduzieren wurde in Deutschland die Anbaumaterialverordnung („Verordnung über das Inverkehrbringen von Anbaumaterial von Gemüse-, Obst- und Zierpflanzen – AGOZV–) erarbeitet. Sie regelt gesetzlich welche Auflagen in der Jungpflanzenproduktion einzuhalten sind, damit nur gesunde Jungpflanzen in den Verkehr gebracht werden. Die vorgeschriebene Eintragung in ein amtliches Verzeichnis der Jungpflanzenbetriebe wird von den örtlich zuständigen Regierungspräsidien vorgenommen.

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