Service-Navigation

Suchfunktion

Molekularbiologische Artbestimmung


Am LTZ haben sich die Anwendungsgebiete für molekularbiologische Verfahren in den letzten Jahren sehr stark erweitert. Für verschiedene praxisrelevante konnten neue molekularbio- logische Untersuchungsmethoden zur Identifizierung und Differenzierung von Spezies erarbei- tet, etabliert und weiterentwickelt werden. Zum Einsatz kommen PCR-basierte Techniken wie spezifische PCR-Nachweise, Realtime PCR, RFLP-, AFLP- und Mikrosatelliten-Analysen sowie Sequenzierung. Für diese Untersuchungstechniken benötigt man DNA in bester Qualität, die je nach Untersuchungsmatrix (Bakterien, Pilze, Arthropoden, Pflanzen) mit entsprechenden Rei- nigungsmethoden gewonnen wird.

Molekularbiologische Analysen ermöglichen ohne zeitaufwändige Probenaufarbeitungen durch Waschschritte oder Anzucht von Bakterienkolonien und Pilzen eine schnelle und zuver- lässige Diagnose.

Hierzu zählen:

  • Qualitative und Quantitative Bestimmung von Tilletia spp. mittels PCR in Futtergetreide; Artendifferenzierung von Tilletia caries (Weizensteinbrand) und T. controversa (Zwergstein- brand)
  • Spezifischer PCR-Nachweis von Fusarium-Arten in Futtermittel

Mittels Sequenzierung der verschiedenen DNA-Abschnitte wie z. B. des 16S-rRNA-Gens oder spezifischer PCR-Nachweise werden unterschiedliche Bakterienarten bestimmt:

  • Clostridien – Spezifischer Nachweis des Rauschbranderregers Clostridium chauvoei und des Gasbranderregers C. perfringens mittels Realtime PCR; weitere Arten können mittels Se- quenzierung identifiziert werden
  • Intestinale Enterokokken – PCR-Nachweis spezieller Pathogenitätsfaktoren (IS16, eps, hyl) und Artenidentifizierung mittels Sequenzierung
  • Milchsäurebakterien – spezifischer PCR-Artennachweis

Fußleiste