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Überprüfung von Art und Sorte


Eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale von Saatgut ist die Sortenechtheit, von der bereits Nobbe, der Begründer der Saatgutprüfung, schreibt: „Die erste Forderung an einen für be- stimmte Culturzwecke erkauften, überhaupt keimfähigen Samenposten ist die: dass die Samen  wirklich das seien, was wir anzubauen beabsichtigen“. Hierfür, nämlich die Nach- prüfung von Art und Sorte einer Partie, sind heute in den ISTA-Vorschriften die methodischen Vorschriften angegeben.

Bereits bei der Reinheitsuntersuchung wird eine Trennung der reinen Samen nach Art und Sorte vorgenommen, soweit dies auf Grund leicht erkennbarer Samenmerkmale möglich ist. Besteht diese Möglichkeit nicht, so wird die Echtheit einer Saatgutprobe in Bezug auf Art, Unterart und Sorte mit Hilfe spezieller Labor- oder Anbauversuche bestimmt. Für eine ganze Reihe von landwirtschaftlich oder gartenbaulich wichtigen Arten sind Methoden für die Echt- heitsbestimmung vorhanden. Hierbei kann zum Beispiel das Verhalten gegenüber fluores- zierendem Licht eine Differenzierung zwischen Deutschem und Welschem Weidelgras oder Rot-/Schafschwingel ermöglichen.

Darüber hinaus ermöglichen Elektrophorese-Verfahren (Isoelektrische Fokussierung) die Sortenechtheit von Getreide, Weidelgras, Erbsen und anderen Arten mittels ihrer Speicher- proteine zu überprüfen.

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